SV GERMANIA HOVESTADT-NORDWALD 1984 E.V.

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D-Kreisliga at its best

Am Donnerstagabend hat unsere Reserve die dritte Mannschaft des 1. SC Lippetal zum Gemeindederby der Kreisliga D empfangen. Das Hinspiel verloren die Germanen mit nur zwölf angetretenen Spielern auswärts jenseits der Lippe mit 5:0. Im gestrigen Rückspiel hingegen konnte unsere Reserve, auch dank der alten Herren, mit einem Kader von 15 Mann aus dem Vollen schöpfen.
 
Von vornherein stand das Spiel unter keinem guten Stern: da die Schiedsrichter des Fußballkreises Soest am Donnerstagabend eine Schiedsrichtersitzung abhielten, war kein Schiri für das Derby angesetzt. Selbst die spontanen Versuche der Betreuer beider Mannschaften, innerhalb der letzten Stunde vor Anpfiff noch einen Schiedsrichter aufzutreiben, waren ohne Erfolg (komisch). Schließlich erklärte sich mit Rick Ebbinghaus ein Betreuer der Gastmannschaft bereit, dieses Risikospiel als Schiedsrichter zu leiten.
Zunächst fehlte noch die Trillerpfeife, ein mit dem Fahhrad angereister Fan konnte jedoch noch kurzfristig eine besorgen und kurz nach Spielbeginn nachreichen.
 
Das Spiel startete mit einem Schock: Der Herzfelder Alexander Stiebing verletzte sich nach zwei Minuten schwer an der Hand und musste von einem Krankenwagen abgeholt werden. Beim Versuch zu Flanken bekam er den Stollen eines Gegenspielers an die Hand, der eine tiefe und stark blutende Fleischwunde hinterließ. Der Tacker, der für solche Fälle seit Jahren im Hovestädter Betreuerkoffer auf seinen Einsatz wartet, war leider nicht geladen. Daher musste die Wunde nach Erstversorgung vom Bundeswehr-Sanitäter und Germanenspieler Jonas Küttner im Krankenhaus genäht werden. Auf diesem Wege nochmals gute Besserung an Alex!
Die Gäste schienen durch die Verletzung leicht geschockt, was Daniel Schubert in der 6. Minute zum Führungstreffer für die Germanen auszunutzen wusste. Der Schiedsrichter bewies seine neutrale Sichtweise mit einer Elfmeterentscheidung gegen seinen Herzensverein; den Strafstoß verwandelte Jonas Mummenbrauer mit einem gezielten Schuss ins linke untere Eck (27‘). Nur 5 Minuten später konnte Jonas „Lusche“ Mummenbrauer einen spektakulären Kopfball zur 3:0-Führung einnnicken. Beim Spielstand von 3:0 für Hovestadt ging es dann auch in die Halbzeitpause. Während der gesamten ersten Halbzeit hatten alle 22 Spieler Standschwierigkeiten auf dem frisch gemähten und nassen Rasenplatz, wodurch viele Ballaktionen und Zweikämpfe zum Glückspiel wurden.
 
Dies setzte sich auch in der zweiten Halbzeit fort. Nach 5 gespielten Minuten der zweiten Halbzeit musste der nächste Spieler aufgrund starker Blutung ausgewechselt werden. Diesmal erwischte es den Germanen Paul Kujan, der aus nächster Nähe einen starken Klärungsversuch der Gäste auf die Nase bekam. Nach kurzer Behandlungspause konnte Paul das Spielfeld wieder betreten. In dieser Phase des Spiels legten die Gäste einen Gang zu und forderten die Germania-Defensive, die unter Abwehrchef Fabian Brörken insgesamt einen sehr guten Job machte. Nach mehreren Großchancen auf beiden Seiten, einmal auf Hovestädter Seite großartig pariert von Keeper Tobias Lammert, konnte Daniel Schubert mit seinem zweiten Treffer des Tages den Sieg sichern (68‘). Kurz darauf erzielte Debütant Kai Neumann seinen ersten Treffer im Seniorenbereich zum 5:0 (75‘, eine Kiste steht noch aus). Sein Bruder Kevin Neumann, der sich im letzten Heimspiel einen Kreuzbandriss zuzog, konnte das Debüt leider nur neben dem Platz bejubeln. Nach toller Vorarbeit von Paul Kujan, der auch zuvor mehrere großartige Chancen herausspielte, ließ Daniel „Schubi“ Schubert den gegnerischen Torwart aussteigen und erzielte seinen dritten Treffer des Tages, erhöhte somit zum letztlichen Endergebnis von 6:0 (82‘).
 
Der Sieg wurde gebührend gefeiert, auch dank der Debütanten-Kiste von Kai Neumann. Auch die Gäste verbrachten bei, in Form einer Kiste Bier ausgezahlten Schiedsrichterspesen, noch einen schönen Abend im Germania Sportpark, lange genug um mit dem mittlerweile wieder aus dem Krankenhaus entlassenen Spieler Alex Stiebig noch ein Bierchen zum Abschluss zu trinken.